Die Ausflüge des Herrn Brouček
Bier, Mondreisen und Religionskriege: Janáčeks liebevolle Karikatur des Kleinbürgers.
Matěj Brouček hat es nicht leicht: Unpünktliche Mieter und politische Unruhen trüben das Gemüt des Hausbesitzers. Sein Rezept gegen den Alltagsstress? Ein ausgiebiger Abend in der Stammkneipe. Doch das Bier führt ihn dieses Mal weiter weg, als ihm lieb ist. Im Rausch begibt sich Brouček auf zwei der skurrilsten Reisen der Operngeschichte.
Zwei Welten, eine Erkenntnis
- Auf dem Mond: Brouček trifft auf eine völlig abgehobene Künstlerkolonie, die in ihrer eigenen Blase lebt und wenig Verständnis für seine bodenständigen Bedürfnisse hat.
- Im mittelalterlichen Prag: Plötzlich im 15. Jahrhundert gelandet, soll der überzeugte Pazifist (und Drückeberger) für religiöse Fanatiker in den Krieg ziehen. Als Deserteur entgeht er nur knapp dem Tod.
Am Ende bleibt die Erkenntnis: Egal wie weit man reist, die eigenen Probleme – und die der Welt – reisen immer mit. Janáček setzt diesem „Anti-Held“ ein Denkmal, das ebenso humorvoll wie tiefsinnig ist.
Einzigartige Klangwelten Leoš Janáčeks Musiksprache ist so charakteristisch wie unverwechselbar. Er entwickelte seine Melodien direkt aus dem Rhythmus der Sprache (Sprechmotive). Das Ergebnis ist eine farbenfrohe, meisterhaft instrumentierte Partitur, die den Zuschauer unmittelbar in das fantastische Geschehen hineinzieht.
Haus Görlitz Großer Saal
Demianiplatz 2
02826 Görlitz
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